Halfus Wyrmbrecher …

… oder der erste Besuch in der Bastion des Zwielichts.

Die Winterpause ist vorbei, der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten. Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Ach ne, falscher Film.

Gestern startete der erste offizielle Raid Richtung Zwielicht-Bastion. Während unsere andere Gruppe Halfus den Garaus machen konnte, sollte uns das an diesem Abend nicht gelingen. Und auch wenn wir gestern fest davon überzeugt waren, das Problem unserer Gruppe erkannt zu haben, möchte ich die Gelegenheit nutzen meine Meinung hier und jetzt zu revidieren. Aber alles der Reihe nach.

Nach dem Einladungs-Intermezzo ging es ganz entspannt los. Die Anfangsgruppen wurden umrissen, markiert, sauber kontrolliert und beseitigt. Bis auf einen kleinen Zwischenfall beim ersten Neuauftauchen der Mobs – der Flugweg zur Instanz ist aber nicht all zu lang – alles relativ unspektakulär. Nach relativ kurzer Zeit standen wir also vor dem ersten Boss. Hektisch noch ein paar Anleitungen überflogen, schnell nachgeguckt welche Drachen aktiv sind und was die so können und sich von meinem Mit-Tank den Boss erklären lassen.

Taktik 1:
Beide Drachen ansprechen, nacheinander umhauen und dann den Boss vermöbeln.

Diese Nummer konnte ganz schnell ad acta gelegt werden. Es herrschte mildes Chaos vor, zumal die beiden zu beschäftigenden Drachen sich an den entgegengesetzten Seiten des Raumes befanden und wir weder einen Jäger noch einen Schurken für den Initial-Pull hatten. Entweder ist in der allgemeinen Verwirrung der Boss-Tank oder der Drachen-Tank umgekippt oder der Versuch den einen Drachen zu tanken und den anderen Drachen zu spotten endete mit einem kurz tankendem und dann sehr leblosem DD.

Taktik 2:
Drache 1 ansprechen, mit Kampfrausch in die ewigen Jagdgründe schicken, kurz vor Tod den zweiten Drachen aktivieren und diesen ebenfalls umledern und dann den Boss bearbeiten.

Mit dieser Taktik haben wir uns den größten Teil des restlichen Abends vergnügt und sie versprach auch relativ gute Erfolgsaussichten. Bei unserem besten Versuch bekamen wir den Boss auf knappe vier Millionen runter bevor er ziemlich wütend wurde und den Raid zerlegte. Die Variationen des Kampfrauschs brachten nur marginale Verbesserungen, wobei der Kampfrausch anscheinend am sinnvollsten einsetzbar ist, wenn man auf den Boss umschwenkt und dieser noch nicht seine 50% Phase erreicht hat, da man dann zum Einen keinen Zielwechsel mehr für die Schädlinge hat und zum Anderen Halfus nicht den ganzen Raid dreimal in Folge mit seinem Schrei umwirft und so Zauber unterbricht.

Die Tanks überlebten die Sache ganz gut, die Heiler waren zwar mehr oder weniger am Boden ihrer blauen Kraft aber durchaus im akzeptablen Bereich, nur der Schaden wollte nicht reichen. Nach fünf oder sechs recht brauchbaren Versuchen, die alle nach sechs Minuten mit einem extrem sauren Boss und einem ziemlich toten Raid endeten war man sich einig, dass unser Schaden die Schwachstelle darstellte.

Die kleinen Drachen haben wir nie rausgelassen.

Obwohl wir den Boss nicht gelegt haben, haben wir dennoch einiges an neuem Wissen mitnehmen können. Zumindest hoffe ich stark, dass hier der Plural richtig Verwendung findet. Dementsprechend meine abschließende Zusammenfassung inklusive einiger Gedanken zu anderen Taktiken, die mir nach dem gestrigen Abend und dem heutigen Lesen diverser Internetseiten gekommen sind.

Fazit:

  • der Raid hat gelernt sich zu bewegen und sogar den Lichtbrunnen zu benutzen. An der Ausnutzung der Flächenheileffekte kann wohl noch etwas gearbeitet werden und das Ausweichen der Feuerbälle sollte noch mehr in Fleisch und Blut übergehen.
  • Tanks und Heiler haben einen Weg gefunden auch die relativ kritische Anfangsphase zu meistern. Abklingzeiten tun jetzt das, was sie tun sollen: sie klingen ab, immer und immer wieder.
  • den Schädlingen (auch wenn das natürlich vorher auch schon alle wussten) ist wieder stark im Bewusstsein, dass man nur lebend noch Schaden machen und versuchen eingehenden Schaden weitestgehend zu vermeiden.

Was unser Schadens-„Problem“ angeht bin ich mittlerweile zu einer anderen Ansicht gekommen als noch gestern Abend. Ich gehöre zu den naiven Verfechtern der Meinung, dass die ersten Raidbosse auch in kompletten heroischen Outfit machbar sein müssen. Sich episches Equip zu bauen, um episches Equip gleicher Stufe bekommen zu können, will mir nicht als logisch in den Kopf gehen. Wenn ich als Tank mit nur dem Alchemistenstein als episches Teil (dafür trage ich noch nicht-heroische Schuhe) den Boss tanken kann ohne zu sterben oder die Heiler zu überfordern, dann sollte die Machbarkeit auch für die Schadensklassen gelten. Blizzard hat zwar immer wieder Ausrüstungs-Checks in ihre Raidinstanzen eingebaut, aber trotzdem war im PvE das Balancing immer relativ gut. Fest steht allerdings auch, dass die DPS-Anforderungen, die wir an unsere 10er Gruppe stellen mussten, um mit der genutzten Taktik erfolgreich zu sein, ohne hergestellte epische Gegenstände kaum bis gar nicht zu erreichen waren. Über die Notwendigkeit hergestellter Sachen und Rufgegenständen darf jeder gerne eine andere Meinung haben, ich behalte die meine.

Daher komme ich zu dem einfachen Schluss, dass es eine andere Taktik geben muss, die uns weiter nach vorne bringt, ohne den Boss über die Ausrüstung zu besiegen. Nach dem Lesen einiger Seiten und den Erfahrungen von gestern Abend, habe ich auch eine Alternative anzubieten. Laut diversen Seiten bekommt der Boss je Drache – was wir ja auch gesehen haben – und auch für die Welpen – was wir nicht gesehen haben – einen 50% Schadens-Debuff direkt nach der Aktivierung. Ziel muss es also sein beide Drachen und die Welpen in den Kampf einzubeziehen, um so den Schaden auf den Boss zu maximieren und gleichzeitig noch den eingehenden Schaden sowohl auf die Tanks als auch auf die Gruppe zu reduzieren. Es bleibt das Problem der Zeit. Die Lösung ist recht simpel und ich hätte auch gestern schon drauf kommen können, als ich nicht-tankenderweise auf dem Boss rumgepiekst habe.

Drache 1 wird getötet, die Drachenwelpen werden gebombt und Drache 2 wird aktiviert und vom zweiten Tank beschäftigt, während der Raid den ganzen Zorn der Horde auf den Boss niederregnen lässt. So tun alle das, was die jeweilige Rolle am Besten kann, die maximale Anzahl an Debuffs ist auf dem Boss und dem Protodrachen aktiv und die effektiv 25% mehr Schaden, die der Boss kassiert, sollten ausreichen, um ihn vor dem Erreichen des Zeitlimits auf die Bretter zu schicken.

Ich hoffe ich finde genügend Anhänger für meinen Vorschlag, um das beim nächsten Anlauf einmal ausprobieren zu können. Ich werde das Ergebnis dann entweder separat oder in einem Kommentar zum Besten geben.

Gottesschild – Ruhestein!

Advertisements
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: